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Kein Mitgefühl kann`s teurer machen !

Dies ergibt sich aus den Urteilsgründen eines Urteils des Amtsgerichts Schöneberg zum Thema „Sturz im Supermarkt“. Das Gericht hat darin die Betreiberin eines Supermarktes wegen Verstoßes gegen die Verkehrssicherungspflicht als einstandspflichtig für den beim Sturz einer Kundin entstandenen Schaden erachtet; AG Schöneberg – 17 C 113/14 –.  Das lesenswerte Urteil kann auf den Seiten des Kammergerichts heruntergeladen werden (hier).

Nach den Feststellungen des Gerichts hatte eine andere Kudin die Erstversorgung der blutenden Einkäuferin mittels eines aus der Tiefkühltruhe entnommenen Gefrierfischs vorgenommen, was zu dem Vorwurf einer Supermarktmitarbeiterin führte, dass es ja wohl nicht ein so teurer Tiefkühlfisch hätte sein müssen. Auch ansonsten hatte sich die Beklagte nach den Feststellungen des Gerichts ausschließlich von ihren wirtschaftlichen Interessen leiten lassen, was zu Gunsten der Klägerin bei der Schmerzensgeldzumessung Berücksichtigung fand.

Merke: Mangelndes Mitgefühl kann’s teurer machen.