Schlichtung

Immer wieder kommt es vor, dass Eltern, Erziehende, Leitungen oder Träger von Kindertageseinrichtungen in eine Konfliktstellung geraten, aus der schwer ein Ausweg gefunden wird. Wenn sich erst ein gewisses Maß an Ängsten, Spannungen und auch Verletzheit aufgebaut hat, ist es oft für die Beteiligten nicht einfach, noch unbefangen und sachorientiert miteinander umzugehen.

Hinzukommt häufiger, dass jeder von bestimmten Rechten und Pflichten schon mal etwas gehört hat, aber keiner sie so ganz richtig einzuordnen vermag.  Wie weit reicht z.B. die Elternmitwirkung nach § 14 KitaFöG Berlin genau?

Es gibt verschiedene Modelle der Schlichtung und Streitvermeidung, wo gerade der rechtliche Berater sinnvoll tätig werden kann. Er hat die aktuellen rechtlichen Kenntnisse parat, die den Beteiligten nicht so ohne weiteres präsent sind. Er kann ggf. Wege aufzuzeigen, wo die Beteiligten keine zu  finden glauben und Missverständnisse deutlich zu machen, um sie sodann abzubauen. Er kann versuchen, die Beteiligten zu motivieren an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten. Er kann den Beteiligten aber auch eine unabhängige Einschätzung der Situation geben als Anregung für weitere Beratungen oder auch einen konkreten Schlichtungsvorschlag machen.

Welcher Weg der richtige ist, wird sich ggf. im Einzelfall ergeben. Gerade in Bereichen, wo man längerfristig miteinander auskommen muss,  ist es aber immer sinnvoll, an die Möglichkeit einer Schlichtung zur konstruktiven Streitbeilegung zu denken.